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Kompression im Sport erzielt keine Leistungssteigerung

Wollerau/München 05.02.2010 – Herstellerverband eurocom betreibt irreführende Kommunikation durch medizinisch falsche Behauptungen und Produktversprechen; X-Technology setzt auf Aufklärung durch wissenschaftliche Erkenntnisse.

Wissenschaftliche Studien des weltweit angesehenen Experten Dr. Billy Sperlich, Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik Deutsche Sporthochschule Köln, belegen, dass Kompression allein keine Leistungssteigerung im Sport bewirkt. In der aktuellsten wissenschaftlichen Veröffentlichung zum Thema Kompression von Dr. Sperlich et alteri „Bekleidung mit unterschiedlicher Kompressionsfläche hat keinen Einfluss auf die Ausdauerleistungsfähigkeit“, veröffentlicht in der Schweizerischen Zeitschrift für «Sportmedizin und Sporttraumatologie» 57 (4), 132–135, 2009 (s. Anhang) kommen die Autoren zu dem Schluss: „Keiner der erfassten Parameter zeigte statistisch signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Bekleidungsarten (nicht komprimierende Laufbekleidung, knielange Kompressionssocken, lange Kompressionslaufhose, Ganzkörperkompression bestehend aus einer langen Kompressionslaufhose und langem Kompressionsoberteil). Die Zeit bis zur Erschöpfung sowie die Herzfrequenz waren zwischen den Textilien statistisch ebenfalls nicht unterschiedlich. Zusammenfassend kann geschlossen werden, dass während submaximaler und maximaler Ausdauerbelastung die untersuchten Bekleidungsstücke mit unterschiedlichen Kompressionsflächen keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und die untersuchten physiologischen Kenngrößen hatten.“

Die eurocom, eigenen Angaben zu Folge „der Herstellerverband für medizinische Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel (Bandagen, Orthesen, orthopädische Fußstützen, Prothesen)“, namentlich vertreten durch Hersteller wie CEP compression sportswear, ein Tochterunternehmen der medi GmbH & Co. KG, die Bauerfeind AG und Omotion compression and sport, eine Tochter der Ofa Bamberg GmbH, beharrt allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz darauf, dass allein mit ihren Kompressionssportstrümpfen „eine höhere Geschwindigkeit auf maximaler und submaximaler metabolischer Belastungsstufe realisiert werden“ kann. Weiterhin zitiert der Verband einen Venenspezialisten, der bis dato keine öffentlich bekannte Abhandlung oder Studien zum Thema Leistungsmessungen im Sport erstellt hat, wonach das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen die Hautdurchblutung fördert und die sportliche Leistung des Körpers steigert. Der zitierte „Experte“ ignoriert die wissenschaftlichen belegten Ergebnisse der Experten für Leistungsmessung der Sporthochschule Köln und bleibt den wissenschaftlichen Beweis schuldig. Zudem versucht eurocom, die Ergebnisse der eigenen Auftragsgutachten für Sportsocken und Strümpfe allgemein auf Kompressionskleidung zu übertragen. Unter medizinischen und wissenschaftlichen Aspekten eine höchst zweifelhafte Vorgehensweise!

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